Zur Blindheit überredete Augen - kib bleiburg

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Zur Blindheit überredete Augen

Theatertage > 2010 Theater im Sudhaus
ZUR BLINDHEIT ÜBERREDETE AUGEN

Textcollage aus Hölderlin: Der Tod des Empedokles

Darsteller: Andreas Seifert (Berliner Ensemble)
Regie: Hannes Hametner
"Und vieles / Wie auf den Schultern eine / Last von Scheitern ist / Zu behalten .../"

"Wozu Dichter in dürftiger Zeit?" können wir mit Hölderlin fragen.
Sprechen aber ist Hoffnung. Gegen das Schweigen. Gegen die Zweifel. Im Vers ist das utopische Potential aufgehoben. In Hölderlins Sprache klingt die Sehnsucht nach einer besseren Welt. Der Körper und die Stimme des Schauspielers sind das Reservoir des "humanen Kapitals", die Sehnsucht, die Verzweiflung, die Erotik, die Lust und der Tod. In seinem selbst gewählten Opfertod versucht Empedokles durch das Sterben das Neue, das Unbekannte aufscheinen zu lassen.

"Es sind Verse einer trunkenen, hymnischen Überhebung, die Friedrich Hölderlins Trauerspiel-Fragment "Der Tod des Empedokles" dem antiken Philosophen in den Mund legt: "Was sind die Götter und ihr Geist, wenn ich sie nicht verkündige?" Weiter fragt Empedokles: "Wer bin ich?" Hier geht man diesen Fragen nach, in einer Stunde höchster gedanklicher Konzentration und gebändigter sprachlicher Ausdruckskraft."
(Christoph Funke im Tagesspiegel, Berlin)
 

 

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