Geschlossese Gesellschaft - kib bleiburg

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Geschlossese Gesellschaft

Theatertage > 2012 Achtung ProvincA
GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT
eine KIB-Eigenproduktion

Das Sartre-Stück mit dem Originaltitel "Huis clos" (Geschlossene Türen) wurde erstmals 1944 in Paris aufgeführt,
die deutsche Uraufführung fand 1949 in den Hamburger Kammerspielen statt.

Estelle Johanna Hainz
Inés Iris Semprimoschnig
Garcin Reinhard Wulz
Der Hausmeister Florian Kutej

Schauspieltraining Stephan Wapenhans
Technik und Licht Martin Motschnik
Bühnenbild und Ausstattung Simona Krajger
Technische Aufbauten Lukas Ottowitz
Musik Arthur Ottowitz
Souffleuse Christine Ottowitz

Das Sartre-Stück mit dem Originaltitel "Huis clos" (Geschlossene Türen) wurde erstmals 1944 in Paris aufgeführt, die deutsche Uraufführung fand 1949 in den Hamburger Kammerspielen statt.

Drei Menschen, die sich nie in ihrem Leben begegnet sind, werden für immer in einem Zimmer zusammen bleiben. Das ist die Hölle. Warum? Weil jeder von ihnen davon abhängig ist, wie der andere ihn sieht, gefangen in dem Bild, das der andere sich von ihm macht. Ausweglos durch die Anwesenheit eines Dritten, weil jeder Dritte jede Zweierbeziehung zerstören kann.

Dei Abhängigkeit vom anderen macht jeden für jeden zum Peiniger, ein Teufel ist in dieser Hölle nicht notwendig. Drei Menschen beäugen und belauern sich gegenseitig, sehen sich abgrundtief in die Augen, ohne Schlaf und sogar ohne Zahnbürste.
Sie strafen sich wechselweise mit einem Redeschwall oder mit Schweigen. Das Urteil? Freiheit, lebenslang.

Ein Auszug aus Sartre's Nachwort zu seinem Stück:
"Ich wollte einfach zeigen, dass viele Leute in einer Reihe von Gewohnheiten und Gebräuchen verkrustet sind.
Und diese Leute sind wie tot, ein lebendiges Totsein, von der ständigen Sorge um Urteile und Handlungen umgeben, die man nicht verändern will.
In welchem Teufelskreis wir aber auch immer sind, ich denke, wir sind frei, ihn zu durchbrechen.
Und wenn nicht, dann begeben sich die Menschen also aus freien Stücken in die Hölle.
Wenn man den Satz hört: 'Die Hölle, das sind die anderen.', dann möchte ich, dass man sich an die drei Themen des Stückes erinnert:
Beziehungen zu den anderen, Verkrustung und Freiheit."

Jean-Paul Sartre, geboren am 21. Juni 1905 in Paris, gestorben am 15. April 1980 ebenda,
Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist, Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus,
repräsentativster französischer Intellektueller des 20. Jahrhunderts mit seinem Hauptwerk "Das Sein und das Nichts"

 

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