Ein Name mit Pferd - kib bleiburg

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Ein Name mit Pferd

Theatertage > 2013 Achtung ProvincA
Ein Name mit Pferd nach Anton Tschechow

Den dritten Beitrag zu den KIB-Theatertagen 2013 bildet ein Stück, das in Form einer Plotmontage aus Stücken, Erzählungen und Briefen des russischen Schriftstellers Anton Tschechow zusammengestellt wurde. Yulia Izmaylova und Felix Strasser, Mitbegründer des freien Theaterkollektivs VADA, verstehen sich als Vertreter eines demokratischen Theaters, weshalb ihre Stücke nicht in schmucken Palazzi, sondern oft in Wirtshäusern und Privatwohnungen gezeigt werden. «Ein Name mit Pferd» wurde in Form einer Plotmontage aus den Erzählungen «Der Name mit Pferd», «Chirurgie», «Allgemeinbildung», «Eine grausame Lektion», «Die Dame mit dem Hündchen», den Dramen «Die Möwe» und «Onkel Wanja», sowie aus Anton Tschechows persönlichem Briefverkehr zusammengestellt. Die «Plotmontage» ist ein seit den 20er Jahren angewandtes Verfahren zur Zusammenstellung von Kurzzitaten.

«Euer Hochwohlgeboren!
Hiermit bringe ich Ihnen zur Kenntnis, dass mein Stück am Donnerstag, dem 11. November gespielt werden wird. Wir erwarten Sie. Wenn Sie nicht kommen sollten, verabreiche ich Ihnen in der Zeitung solch eine Pille, mache Ihnen solche Schande, dass Sie nach Amerika auswandern. Als Gründe für Ihr Nichterscheinen können gelten: a) Dysenterie, b) Hochwasser, c) plötzlicher Bankrott, d) Volksaufstände, e) der Weltuntergang und f) die Ankunft des Schahs von Persien in Babkino. Andere Gründe erkenne ich nicht an. Hören Sie?»

A. P. Tschechow an A. S. Kiselev, 10. November 1887
VADA - Verein zur Anregung des dramatischen Appetits mit den beiden Hauptspielorten Kremlhoftheater Villach / Beljak (das laut Guinness World Records™ kleinste Theater der Welt mit einer Zuschauerkapazität von maximal 8 Personen) und dem Jugendstiltheater Klagenfurt / Celovec, sowie weiters der Pheldmanbühne Gailtal / Ziljska dolina und dem Teatro Zumbayllu Karnburg / Krnski grad.
„VADAs Ziel ist die technische sowie geistige Weiterentwicklung des Sprechtheaters in theoretischen sowie praktischen Hieben. Dabei knüpft VADA vor allem an die Konzepte der Avantgarde der letzten Jahrhundertwende an, die von unseligen und unzähligen Weltkriegen vernichtet wurden. VADA greift die Vorgaben der russischen Kubofuturisten, der Oberiuten und dAdaS sowie die theoretischen Arbeiten Karl Valentins, Paul Scheerbarts, Antonin Artauds und anderer dramatischer Giganten auf – kombiniert sie mit Einflüssen moderner Vorbilder wie Adolfo Assor (Garn Theater Berlin) oder Ljudmila Roshkovan (Teatr-studija Tschelovek) – und generiert daraus den Weg des Theaters in ein neues Jahrtausend.“
Anton Pawlowitsch Tschechow, geboren am 29. Januar 1860 in Taganrog, Russland, gestorben am 15. Juli 1904 in Badenweiler, Deutschland. Schriftsteller, Novellist und Dramatiker. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie ‚Drei Schwestern‘, ‚Die Möwe‘ oder ‚Der Kirschgarten‘ bekannt. Seine Themen kreisen dabei rund um das Leben und die Denkweise der Menschen in der russischen Provinz. Tschechow gilt als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur.
Termine 6. und 10. August 2013, Beginn 20 Uhr
Schauspiel Yulia Izmaylova und Felix Strasser
Spielort 10. Oktober – Platz 5, Bleiburg (ehemals ‚Uhren Letschnig‘)

 

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